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OPRESSION

Freie Arbeit - 2022

Technik: Tusche, Acryl, Mixed Media - Format: 200 x 145 cm

Teil der aktuellen Ausstellungsreihe "whatever demonstrandum"

Einzig aufgrund der anderen Farbe seines Schutzanzuges, wird der sich im Zentrum der Szenerie befindliche Hazmat zusammengeschlagen und -getreten. Eine misogyne Interpretation aufgrund der Farbwahl ist erlaubt, aber nicht ausschließlich gemeint.

Denn die Distanzierung von vermeintlich Andersartigen und die Ausgrenzung des scheinbar Unbekannten nehmen mehr und mehr zu, bis hin zu Hass- und Gewaltausbrüchen. Unzählige Beispiele in den letzten Jahren haben dies gezeigt und den Zusammenhalt unserer zaghaft wachsenden offenen, multikulturellen Gesellschaften nachhaltig geschädigt. Sei es die immer offener ausgelebte Fremdenfeindlichkeit, der oft beschriebene Alltagsrassismus und Ableismus, die öffentlich zur Schau gestellte Abneigung gegen Politik, die Geringschätzung von Wissenschaft oder die Abwertung und Unterdrückung von Frauen sowie von Anhängern der LGBTQIA+- Szene.

Die Tatsache, dass sich die pinke Farbe des Opfers überall im Bild verteilt und auf alle Tatbeteiligten spritzt, steht zum einen dafür, dass durch jedwede Art von Mitwirkung auch ein jeder betroffen und hier wortwörtlich getroffen ist – auch der „nur“ Anwesende kann sich nicht ausnehmen und ist Teil des Geschehens. Zum anderen symbolisiert die aus dem Mittelpunkt herausspritzende und dadurch das ganze Bild dominierende pinke Farbe, die Verrohung und Zersetzung unserer Gemeinschaften, die wir mit immer größerer Schockiertheit beobachten müssen und die sich spätestens jetzt mit dem Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen auf die Gesellschaften bahnbricht.